Die unsichtbare Wärme

Die unsichtbare Wärme

Die Jahre 2001/2002 läuten für Bruneck einen grundlegenden Wandel in der Wärmeversorgung ein.

An die Stelle der zahlreichen - zu rund 80 Prozent mit Heizöl, der Rest mit Flüssiggas, Holz und elektrischer Energie, betriebenen - Einzelfeuerungsanlagen für die Deckung des Raumwärme- und Warmwasserbedarfes, tritt die umweltfreundliche Fernwärme.

Mit dem Bau des Biomasse-Fernheizwerkes und der ersten Leitungen des Fernwärmeverteilungsnetzes wird im späten Frühjahr des Jahres 2001 begonnen und bereits im Dezember 2001 werden die ersten Kunden mit Fernwärme versorgt. Die Stadtwerke Bruneck übernehmen somit nach dem Bau auch den öffentlichen Versorgungsdienst.

Das neue Energiekonzept wird von der Bevölkerung begeistert aufgenommen: bereits in der Vorvertragsphase (Juni - Dezember 2000) melden sich über 90 Prozent der potentiell möglichen Anlageneigner für einen verbindlichen Anschluss an die Fernwärmeversorgung an.

Dies erleichterte in nicht unerheblichem Maße die Planungen und Erschließungen der verschiedenen Straßenzüge. Im Endausbau des Werkes, welcher für das Jahr 2007 vorgesehen ist, werden rund 13.000 Personen in den Genuss der Fernwärme kommen.

Für die Wärmeproduktion in der Heizzentrale Luns wird, soweit möglich, holzartige Biomasse (Hackschnitzel, Sägewerkabfälle, Späne, Rinde oder Forstrückstände) genutzt. Durch einen möglichst hohen Verzicht auf fossile Energieträger und die effiziente und schadstoffarme Verbrennung stellt Fernwärme eine saubere Energieform dar, die auch in preislicher Hinsicht überaus interessant ist. Zudem ist die heimische Wertschöpfung durch den Bezug der Biomasse von Lieferanten aus unserem Land und dem benachbarten Osttirol gewährleistet.

Aus Gründen der Versorgungssicherheit sowie für die Abdeckung des Spitzen- und Reservebedarfes kann jedoch keine völlige Abkehr von fossilen Energieträgern - insbesondere Methangas - erfolgen.

Biomasse als CO2 neutrale Energiequelle ist eine Empfehlung internationaler Umwelt-, Klima- und Energiekonferenzen und Abkommen sowie auch regionaler Programme und Leitbilder. In dieser Hinsicht leistet Bruneck, eine der ersten Klimabündnis-Gemeinden Italiens, einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Lebensqualität. 

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