Industriewärme für Bruneck

Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken und dem wichtigen Arbeitgeber Industrie

Fernwärme macht Wärme nutzbar, die ansonsten entsorgt werden müsste.

Seit den 60er Jahren führt die Firma "GKN Sinter Metals" (vorher "GKN Bound Brook") erfolgreich ihren Betrieb in Bruneck. Im Jahr 2007 sind am Brunecker Standort rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen ist eine feste Größe in Bruneck und seit Jahren eines der erfolgreichsten innerhalb der 35 Betriebe der gesamten GKN-Gruppe.

In der GKN Sinter Metals in Bruneck werden Kleinteile für die Automobilindustrie und motorisierte Haushaltsgeräte hergestellt. Als Rohmaterial wird Schrott verwendet, welcher zu Pulver verkleinert wird. Nach der Formung werden die Kleinteile in den Heizöfen gesintert. Die Öfen laufen hierfür nahezu das ganze jahr hindurch mit einer Temperatur von über 1.000 Grad Celsius.

Durch den Anschluss des Betriebes an das Fernwärmenetz und der besonderen Anlagenkonfiguration können nun weitere Synergien erzielt und genutzt werden:

  • der Industriebetrieb spart jährlich rund 50.000 Liter Heizöl ein mit einer Verringerung der CO2-Emissionen von 150 Tonnen im Jahr. Unter den 35 GKN-Werken weltweit hat der Brunecker Betrieb für das gemeinsame Projekt mit den Stadtwerken den GKN-Umweltpreis erhalten.
  • die Stadtwerke nutzen den Wärmeüberschuss (Abwärme) der ständig laufenden Industrieöfen, welche vom Unternehmen nicht für den Eigenbedarf (Heizung, Warmwasser ...) benötigt wird, und speisen diesen in das Fernwärmenetz ein. Dabei handelt es sich um eine Wärmeenergie von rund 2 Mio. kWh jährlich, also immerhin um gut 1 % des Brunecker Energiebedarfs.
Wärmeflussschema Heizanlage GKN Sinter Metals AG

Diese Kooperation funktioniert vor allem auch wegen dem leistungsstarken und effizienten Brunecker Fernwärmeverteilungsnetz und den - für lokale Verhältnisse - vielen daran angeschlossenen Wärmekunden. Durch die Nutzung der von GKN bereit gestellten Wärmeenergie wird weniger Holz verfeuert und im Winter weniger mit Methangas zugeheizt (siehe auch Bericht der Südtiroler Wirtschaftszeitung vom 28.01.2011).

Für Bruneck stellt diese Zusammenarbeit erneut eine innovative Entwicklung und einen weiteren großartigen Beitrag zum Umweltschutz dar: für den Industriebetrieb bedeutet dies eine Steigerung seiner Energieeffizienz und - durch den Fernwärmebezug für die benötigte so genannte Integrationswärme - eine Reduzierung der eigenen CO2-Emissionen; für die Stadtwerke Bruneck bedeutet die Nutzung der überschüssigen Abwärme eine Verminderung des Rohmaterialeinsatzes - und somit Schonung von Resourcen - in der Wärmeproduktion.

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