Woher kommt das Brunecker Trinkwasser?

Bruneck wird ausschließlich mit Quellwasser versorgt. Das Trinkwasser für Bruneck wird aus der Steinwiesenquelle (Naturpark Rieserferner-Ahrn), den Quellen am Kronplatz und für die Fraktion St.Georgen von der Quellableitung in Greinwalden ins Versorgungsnetz der Stadtwerke eingespeist.
Das Wasser aus den Tiefbrunnen dient nur mehr zur Spitzenabdeckung und Notversorgung.

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Wird das Brunecker Trinkwasser chemisch behandelt ?

Nein. Das Brunecker Trinkwasser wird weder chemisch noch in irgend einer anderer Form behandelt. Das Wasser aus der Steinwiesenquelle wird lediglich über einen Kiesfilter, bestehend aus natürlich abgebauten Marmor, geführt. Diese Maßnahme hat lediglich eine Veränderung des Magnesium-Kalk-Gehaltes (Härtegrades) zur Folge.

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Wie lange ist das Wasser haltbar ?

Trinkwasser ist ein leicht verderbliches Lebensmittel. Aus dem Wasserhahn entnommenes und in ein Gefäß abgefülltes Wasser sollten Sie daher innerhalb von 24 Stunden verbrauchen.
Auch der Wasseraustausch innerhalb des Versorgungsnetzes (Trinkwasserspeicher und Leitungen) geschieht binnen 24 Stunden. Man kann also sagen, dass Trinkwasser das frischeste Lebensmittel ist das uns zur Verfügung steht.

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Ist das Wasser aus den öffentlichen Brunnen trinkbar ?

Ja. Trinkwasser aus öffentlichen Brunnen ist trinkbar. Es gelten dieselben Grundsätze wie beim Wasser aus dem Wasserhahn.

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Aus welchem Material sind die Trinkwasserrohre des Versorgungsdienstes?

Die öffentlichen Trinkwasserrohre sind fast ausschließlich aus duktilem Guss oder Kunststoff (Polyäthylen). Vereinzelte Versorgungsleitungen (ca. 2%) bestehen noch aus Grauguss.

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Wieso ist mein Wasser in der Wohnung manchmal rostig-braun gefärbt ?

Durch Korrosion in der Hausinstallation (vermehrt bei verzinkten Metallrohren) können sich Ablagerungen bilden. Durch Druckschwankungen lösen sich diese Beläge und werden als kleinste Teilchen aus den Wasserleitungen ausgeschwemmt. Die Stadtwerke empfehlen in diesen Fällen, häufige Spülungen der Installationsleitungen durchzuführen.
Ein weiterer Grund kann die mangelnde Wartung des Wasserfilters (üblicherweise im Heizraum eingebaut) sein. In verdreckten Filtern können kleinste Teilchen ausgeschwemmt werden, welche dann über die Steigleitungen bis zu den Entnahmestellen (Wasserhähnen) gelangen.
Bitte kümmern Sie sich daher um Ihre interne Trinkwasserinstallation, damit Sie immer einwandfreies und qualitativ hochwertiges Trinkwasser genießen können.

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Wieso ist mein Wasser in der Wohnung manchmal "milchig" ?

Kaltes Wasser kann mehr Luft gelöst halten als warmes. Quellwasser ist bei der Gewinnung frisch und kalt und daher stark mit Luft gesättigt. Wenn dieses Wasser in der Hausinstallation warm wird und aus dem Wasserhahn fließt, entweicht ein Teil der gelösten Luft und bildet Millionen feinster Bläschen. Der Effekt verschwindet nach einigen Sekunden und das Wasser erscheint klar. Dieses Wasser kann ohne Bedenken verzehrt werden.

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Wer ist verantwortlich für die Trinkwasser-Installation in meinem Haus oder in meiner Wohnung ?

Zweck und Beschaffenheit von Hausinstallationen für Trinkwasser liegen vollständig in der Verantwortung des jeweiligen Haus- oder Wohnungseigentümers. Die Hausinstallation für Trinkwasser beginnt unmittelbar in Fließrichtung des Wassers nach der Wasserübergabestelle (Wasserzähler) der Stadtwerke.
Für die Hausanschlussleitung bis zum Wasserzähler (einschließlich) sind dagegen die Stadtwerke verantwortlich.

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Wer plant und erstellt meine Trinkwasser-Installation sach- und fachgerecht ?

Schäden und Folgekosten können Sie weitestgehend vermeiden, wenn Sie Ihre Trinkwasser-Installation ausschließlich von Fachplanern entwerfen und von einem Fachunternehmen erstellen lassen.
Neben technischen sind auch gesundheitliche und ästhetische Aspekte bei der Erstellung einer Trinkwasser-Installation zu berücksichtigen. Dabei geht es um die Abgabe von Stoffen aus Materialien, die technisch bedingten Kontakt mit dem Trinkwasser haben, sowie um Verunreinigungen mikrobieller Art und Herkunft.
Die Dimensionierung des Leitungssystems, die Art der verwendeten Materialien, die Isolierung der Kalt- und Warmwasserleitungen sowie die Minimierung von Stillstandszeiten des Wassers sind wichtige Einflussgrößen, deren Optimierung bereits bei der Planung dafür sorgt, dass nachteilige Veränderungen Ihres Trinkwassers später nicht eintreten.

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Welche Materialien dürfen bei der Erstellung der Trinkwasser-Installation grundsätzlich eingesetzt werden ?

  • Edelstahl (auch "nicht-rostender Stahl") kann bei allen Trinkwässern eingesetzt werden.
  • Polyäthylenrohre können bei allen Trinkwässern eingesetzt werden, falls sie die Anforderungen der  geltenden Normen in Bezug auf die Trinkwassertauglichkeit erfüllen.

Es dürfen nur entsprechend gekennzeichnete Schlauchleitungen in Trinkwasser-Installationen eingebaut werden.

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Wie sorge ich für optimale Betriebsbedingungen in meiner Trinkwasser-Installation ?

Vermeidung von stehendem Wasser (auch "Stagnationswasser" genannt) !
Trinkwasser sollte den Weg vom Wasserversorger zum Wasserhahn möglichst rasch zurücklegen. Auf dieses Ziel hin planen, bauen und pflegen die Stadtwerke ihr Leitungsnetz.
Wenn Wasser längere Zeit nicht fließt, sagt man, es "stagniert". Stagnationswasser ist in etwa vergleichbar einem Lebensmittel mit abgelaufenem Verfallsdatum.
Stagnierendes Leitungswasser kann Inhaltsstoffe des Materials der Leitungsrohre und metallische Korrosionsprodukte aufnehmen.

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Wie sorge ich für die regelmäßige Wartung meiner Trinkwasser-Installation ?

Eine Trinkwasser-Installation muss, genauso wie viele andere technische Geräte des täglichen Lebens, regelmäßig gewartet werden. Nur dann wird sie auf Dauer die Beschaffenheit des Trinkwassers nicht negativ beeinflussen. Daher empfehlen wir:

  • den Filter hinter dem Wasserzähler an Ihrem Hausanschluss regelmäßig zu wechseln oder zu spülen (lassen),
  • den Warmwasserspeicher regelmäßig reinigen und warten zu lassen; Temperatur (60°C) prüfen,
  • die Warmwasser-Installation regelmäßig auf Funktionsfähigkeit und Erreichen der notwendigen Wassertemperatur (60 °C) prüfen zu lassen,
  • darauf zu achten, dass die geforderten Wassertemperaturen (Vor- und Rücklauf; Entnahmestellen) eingehalten werden.

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Wie wird die Qualität des Trinkwassers kontrolliert ?

Der gebietsmäßig zuständige Dienst für Hygiene und Öffentliche Gesundheit kontrolliert regelmäßig das Wasser bei den öffentlichen Trinkwasserleitungen und auch bei Trinkwasserleitungen von Privatbetreibern, welche einen Versorgungsdienst leisten.
Außer den behördlichen Kontrollen sieht das Dekret des Landeshauptmannes (D.LH.) Nr. 12 vom 20.03.2006 (Verordnung zum öffentlichen Trinkwasserversorgungsdienst) weitere Überprüfungen vor. Das Wasserversorgungsunternehmen muss interne Qualitätskontrollen durch eigene oder beauftragte Labors durchführen.

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Was bedeutet "Wasserhärte" und wie hoch ist jene des Brunecker Trinkwassers ?

Die Wasserhärte ist ein Maß für die Menge der im Wasser gelösten Mineralien, besonders Kalzium und Magnesium. Die gängigste Maßeinheit der Wasserhärte ist der deutsche Härtegrad (°D). Dieser wird in vier Stufen eingeteilt:

  • Härtegrade °D   0-  7: weich
  • Härtegrade °D   7-14: mittel
  • Härtegrade °D 14-21: hart
  • Härtegrade °D  über 21: sehr hart

Beim Erwärmen von Wasser fallen Karbonate aus und es bilden sich Alkalisalze. Diese verringern die Waschwirkung von Seifen und lagern sich zum Beispiel als Kalk an den Heizstäben der Waschmaschine ab (Kalkablagerung).
Das Brunecker Trinkwasser gilt als weiches Wasser.

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Wie wird der Wasserverbrauch gemessen ?

Der Wasserverbrauch wird mittels eines geeichten Wasserzählers gemessen. Die Ablesung erfolgt mindestens einmal jährlich vom Fachpersonal der Stadtwerke.

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Darf man Wasser aus den öffentlichen Hydranten entnehmen ?

Das Benützen von Hydranten für Bewässerungs-, Reinigungs- oder andere Zwecke ist strengstens untersagt; sie dienen im Regelfall ausschließlich der Wasserentnahme im Brand- und Katastrophenfall, sowie für Übungszwecke der Feuerwehr.

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Kostenvergleich zwischen Leitungs-Trinkwasser und abgefülltem Flaschen-Wasser

Trinkwasser kostet für Haushaltskunden bei den Stadtwerken ca. 0,40 € pro m³ (1.000 Liter) also 0,0004 € pro Liter. Im Vergleich dazu kostet ein Liter abgefülltes Mineralwasser im Durchschnitt ca. 0,20 €. 1.000 Liter Flaschenwasser würden dementsprechend ca. 200 € kosten. Der Kostenvergleich bei einem täglichen Verzehr von 2 Lt Wasser liegt bei Mineralwasser somit um die 150 €, bei Trinkwasser etwa 0,30 EuroCent.
Zudem ist Trinkwasser das frischeste und natürlichste Lebensmittel das uns zur Verfügung steht. Es ist leicht und jederzeit verfügbar, man muss keine Kisten schleppen und es sind keine LKW-Transporte nötig. Die Grenzwerte liegen bei Mineralwässern außerdem teilweise höher als bei Trinkwasser aus dem Hahn.

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